MARTINSKIRCHE BASEL
Vocal Gala Night

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Dianne Reeves (vocals) | Romero Lubambo (guitars)

Kaum eine andere heutige Jazzsängerin versteht es, ihr Publikum so sehr zu fesseln wie Dianne Reeves. Es kommt nicht von ungefähr, dass sie 2001 mit dem Live-Album «In The Moment» ihren ersten Grammy gewann. Seitdem warteten Fans vergeblich auf eine neue Konzertaufzeichnung von ihr. Mit «Light Up The Night – Live in Marciac» konnte Reeves ihnen diesen Wunsch 2017 endlich erfüllen. «Es ist wichtig, dass man lernt seinen Instinkten zu trauen», erklärt Reeves ihr Erfolgsgeheimnis. «Ich versuche einfach, die spezielle Magie einer jeden Nacht zu entdecken» – dazu gehört, auszuloten wie die Band und ich die Musik in einer Nacht am besten gestalten können. Denn jedes Publikum hat andere Erwartungen. Unser Programm wird deshalb nicht vorab festgelegt, wir wählen die Stücke während des Auftritts nach unserem Gefühl aus. Live in Church – d.h. magische Momente des Jazz, Blues und Gospel in der stimmungsvollen Martinskirche!
Die 1956 in Detroit geborene Dianne Reeves begann ihre Laufbahn in einer Weise, wie sie in den 1930er und 1940er Jahren eigentlich für alle grossen Jazzsängerinnen üblich war: Bevor sie sich auf eigene Füsse stellte, absolvierte sie zunächst Lehr- und Wanderjahre an der Seite von Grössen wie dem Trompeter Clark Terry (ihrem ersten Mentor), Pianist Billy Childs und Sérgio Mendes. Von 1983 bis 1986 tourte sie mit Harry Belafonte um die ganze Welt. Erst danach schlug sie ihre Solokarriere ein, bei der sie von ihrem älteren Cousin, dem Keyboarder und Produzenten George Duke, willkommene Starthilfe erhielt. Er stellte ihr für ihr Blue-Note-Debütalbum «Dianne Reeves» eine überaus illustre Band mit u.a. Herbie Hancock, Freddie Hubbard, Stanley Clarke und Tony Willliams zusammen. Mitte der 1990er Jahre gelang es ihr mit Alben wie «Quiet After The Storm» und «The Grand Encounter» (Reeves traf hier auf ihren alten Mentor Clark Terry und andere Jazzlegenden wie Harry «Sweets» Edison, Phil Woods, James Moody, Al Grey, Kenny Barron, Toots Thielemans und Joe Williams) schliesslich, sich künstlerisch zu festigen und zu einer der herausragenden Jazzsängerinnen ihrer Generation aufzusteigen. Die New York Times feierte sie als die «meistbewunderte Jazz-Diva seit den Glanzzeiten von Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald und Billie Holiday», während die Chicago Tribune sie als «eine der kreativsten und technisch versiertesten Sängerinnen der Jetztzeit» pries.
Dann gelang ihr zu Beginn des neuen Millenniums ein einmaliges Kunststück: als erste Sängerin überhaupt erhielt sie für drei aufeinander folgende Alben jeweils einen Grammy: 2001 für das bereits erwähnte Live-Album «In The Moment», 2002 für «The Calling: Celebrating Sarah Vaughan» und 2003 für «A Little Moonlight». 2005 folgte der Soundtrack für den von der Kritik überschwänglich gelobten und vielfach preisgekrönten George-Clooney-Film «Good Night, And Good Luck», für den die Sängerin ihren vierten Grammy bekam. Erst 2014 meldete sich mit «Beautiful Life» bei ihrem neuen Label Concord Records zurück. Und heimste für das soul-jazzige Juwel, das u.a. Gregory Porter, Esperanza Spalding, Robert Glasper und Lalah Hathaway featurete, gleich Grammy Nummer 5 ein.
Ihre erstaunliche Vielseitigkeit bewies Dianne Reeves über die Jahrzehnte hinweg zudem als Gastsängerin auf Alben von u.a. Wayne Shorter, Joe Sample, McCoy Tyner, Lou Rawls, Solomon Burke, der Fusion-Band Steps Ahead, dem brasilianischen MPB-Star Djavan und dem Klassikpianisten Daniel Barenboim.