STADTCASINO BASEL – MUSIKSAAL
Avi Avital solo
Avi Avital & Omer Klein Duo
Omer Klein Trio
Omer Klein Trio & Avi Avital
Avi Avital (Mandolin) | Omer Klein (Piano) | Haggai Cohen Milo (Bass) | Amir Bresler (Drums)
«Warm, innig, aber ebenso keck und mitreissend – Avital beherrscht die klanglichen Facetten seines Instruments auf allerhöchstem Niveau, immer souverän, immer überzeugend,es klingt nie distanziert.», NDR Kultur. Im Laufe des 19. Jahrhunderts war die klassische Mandoline nicht besonders beliebt. In den letzten Jahren jedoch hat Avi Avital der Mandoline zu neuem internationalen Ansehen verholfen, ihr Repertoire wiederbelebt und sie zu einer festen Grösse im Konzertleben gemacht. «Ich betrachte es als meine Aufgabe, die historische Lücke in der Mandolinenliteratur zu füllen, damit es in Zukunft keinen Mangel an Kompositionen für dieses Instrument gibt», erklärt er. Avi Avital wurde 1978 in der Stadt Beerscheba (Be’er Sheva) am Rand der Negev-Wüste im Süden Israels geboren. Nach dem Besuch der Musikakademie in Jerusalem ging Avital nach Italien und studierte das historische Mandolinenrepertoire bei Ugo Orlandi am Conservatorio Cesare Pollini in Padua. Auf der Suche nach einer eigenen künstlerischen Identität brach er allerdings schon bald mit der Tradition. Begegnungen mit anderen musikalischen Richtungen und Gattungen – von Bluegrass und Jazz bis zu Weltmusik – und Projekte mit seinem Mentor, dem grossen Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman, bereiteten den Weg für seine Entwicklung zum Pionier der Mandoline. Avi Avitals Karriere nahm ab 2007 ihren Lauf. Es folgten erste Auftritte an so bedeutenden Spielstätten wie der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, der Londoner Wigmore Hall, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzertsaal der Verbotenen Stadt in Peking und dem Gewandhaus in Leipzig. 2010 wurde Avital als erster Mandolinenspieler überhaupt für einen Grammy nominiert, und zwar in der Kategorie «Bester Instrumentalsolist» für seine Aufnahme von Avner Dormans Mandolinenkonzert.
Omer Klein ist einer der grossen israelischen Jazzpianisten und Komponisten. Stilistisch wird er auch von Einflüssen jenseits des Modern Jazz inspiriert, etwa «von der traditionellen Musik seiner orientalischen Kultur». Klein, der in Netanja aufwuchs, begann mit sieben Jahren, Klavier zu spielen und verfasste erste Kompositionen. Als Jugendlicher studierte er Jazz an der Thelma Yellin Hochschule der Künste und gab mit 16 Jahren erste Konzerte. Die Beilage Akhbar Ha'ir der Zeitung Ha`ir aus Tel Aviv bezeichnete ihn bereits früh als «einen der faszinierendsten Künstler den das Land im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat». 2005 zog Klein in die USA, um in Boston am New England Conservatory bei Danilo Pérez zu studieren. Schnell wurde er zu einem viel beachteten und angesehenen Musiker der lokalen Jazzszene und spielte u. a. an prestigeträchtigen Orten wie dem Blue Note oder dem Jazz At Lincoln Center. Er zog dann von Boston nach New York, wo er mit Joel Frahm, Mark Feldman, Clarence Penn, Ben Street, Meshell Ndegeocello, Jason Lindner, Avishai Cohen, Donny McCaslin und Jaleel Shaw arbeitete. Seit 2006 spielte Klein unter seinem Namen zehn Alben ein, davon eines mit dem Titel Duet im Duo mit dem Bassisten Haggai Cohen-Milo und mehrere mit dem «Omer Klein Trio» mit Haggai Cohen-Milo und den Schlagzeugern Ziv Ravitz bzw. Amir Bresler. Das Trio-Album Rockets on the Balcony (2010), das auf John Zorns Tzadik-Label erschien, wurde im Down Beat und in der JazzTimes besonders hervorgehoben.