«Mediterraneo magico» – Fresu/Galliano/Lundgren; Duquende

«Mare Nostrum III»; The Voice of Flamenco19.15 Uhr | Stadtcasino Basel – Musiksaal18 April 2021 FESTIVAL 18 AprilTICKETS
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Duquende

Duquende (singer)

Diego del Morao (Flamenco guitar)

Ane Carrasco (Percussions, cajon)

Gema Moneo (Tanz)

Duquende, eigentlich Juan Rafael Cortés Santiago (* 1965 in Sabadell, Spanien) ist einer der wichtigsten Sänger der spanischen Flamenco-Tradition. Das einzigartige Timbre seiner Stimme, seine Genialität und sein einzigartiger Charakter verschafften Duquende Konzerte in renommierten Venues wie der Pariser Philharmonie, dem Barbican Center in London oder dem Palacio de Bellas Artes in Madrid. Auch im deutschsprachigen Raum konnte Duquende schon im Prinzregententheater München oder auf dem Montreux Jazzfestival beeindrucken. Der grosse Flamencosänger, der lange Jahre tragender Teil des legendären Paco de Lucia- Septetts war und auch mit anderen Flamenco-Grössen wie Tomatito zusammen arbeitete, kommt nun endlich solo mit seinem eigenen Quartett aus hochkarätigen Musikern aus der alten Paco de Lucia Gruppe und einem Weltklasse Tänzer auf D-A-CH Tour. Gelernt hat Duquende von niemand geringerem als Camerón de la Isla, dem König des Flamencos, der ihn bereits im zarten Alter von 9 Jahren im «cante jondo», dem für den Flamenco so typischen schwermütigen Gesang, unterrichtete. Auch solo muss er nichts mehr beweisen: Sein einzigartiger Stimmklang und seine persönliche Interpretation der Flamenco-Traditionen machen ihn zu einem der grössten Cantaores unserer Zeit. Publikum, Kritiker und Mitmusiker sind sich einig: Duquende ist der legitime Nachfolger von Camarón de la Isla!

«Mare Nostrum III»Paolo Fresu (trumpet)

Richard Galliano (accordion)

Jan Lundgren (piano)

«Mare Nostrum I» wurde 2007 in Udine, das zweite Album 2016 in Südfrankreich und das dritte letztes Jahr in Göteborg aufgenommen – bei den sardisch-französisch-schwedischen Brüdern im Geiste kommt jeder zum Zug und es herrscht spannungsfreie, aber nicht unspannende Ausgewogenheit. So steuerte auch dieses Mal wieder jeder der Klangpoeten vier mit dem musikalischen Lokalkolorit der jeweiligen Heimat gespickte Eigenkompositionen bei und schlug eine Fremdkomposition vor. Ausnahmslos ganz grosses Gefühlskino wird in den fünfzehn Stück geboten – voller wogender, duftiger und luftiger, auch mal dramatischer Akkordeonwolken, lyrisch-gedämpfter Trompetenmelodien und lässig expressiver Pianopassagen. Das alte Sprichwort, dass aller guten Dinge drei sind, verkommt allzu oft zur Floskel, selten hat es aber so gut gepasst wie beim Mare Nostrum-Trio des sardischen Trompeters Paolo Fresu, des französischen Akkordeonisten Richard Galliano und des schwedischen Pianisten Jan Lundgren. Denn hier hat sich vor zwölf Jahren gewissermassen eine Troika des europäischen Jazz zusammengefunden. Jeder der Drei wurzelt in der Musiktradition seiner Heimat, hat daraus eine persönliche Musiksprache entwickelt und bringt dies in vielen Projekten des modernen, Grenzen überschreitenden und Genre verbindenden Jazz ein. Alle drei sind sie Poeten des Klangs, die sich in der Liebe zur Melodie verbunden fühlen - was nun ihr neues – drittes – Album mehr denn je unterstreicht. Mit «Mare Nostrum III» ist eine Album-Trilogie der besonderen Art vollendet.