VOLKSHAUS BASEL
«African Gala»
«Wir Afrikanerinnen und Afrikaner wissen gar nicht, was wir der Welt geschenkt haben. Ohne uns gäbe es auf diesem Planeten keine Musik.» Angélique Kidjo
Seit mehr als 40 Jahren steht die fünffache Grammy-Preisträgerin, Schauspielerin und Aktivistin Angélique Kidjo auf internationalen Bühnen und hat 18 Alben veröffentlicht. Jetzt schreibt sie Geschichte: Sie ist die erste Schwarze Afrikanerin mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie fand in Los Angeles statt. Sie gilt als Meilenstein für die afrikanische Musik. Zahlreiche Film- und Musikstars kamen, um den Triumph der 66-jährigen Sängerin mit beninisch-französischen Wurzeln zu feiern In Paris studierte Kidjo Gesang an der Jazz-Hochschule «Centre d’informations musicales (CIM)» und kurzzeitig auch Jura, da sie sich für die Menschenrechte einsetzen wollte. Sie gab das Jura-Studium bald wieder auf, um sich voll und ganz der Musik zu widmen. Sie wurde bekannt für Weltmusik mit unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen, zum Beispiel Musik aus ihrer Heimat Benin, Afro-Pop, R&B, Jazz, aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Musik. Einen beachtlichen Teil ihrer Lieder singt sie in den in ihrem Heimatland gesprochenen Sprachen Fon und Yoruba, ausserdem singt sie auf Englisch, Französisch und Spanisch.
««Als erste afrikanische Künstlerin mit dieser weltweiten Auszeichnung schreibt die Beniner Ikone Geschichte und hebt Rhythmus, Kreativität und Würde unseres Landes auf ein neues Niveau.»» Präsident Romuald Wadagni
Seit Mitte der 1990er Jahre lebt Angélique Kidjo in New York. Kidjo machte zudem durch ihre aus traditionellen Tänzen weiterentwickelten Tanz-Performances auf sich aufmerksam, die in ihren Musikvideos eine wichtige Rolle spielen. Nach einigen Tourneen mit Jasper van’t Hofs Pili-Pili und den folgenden drei Studioalben Jakko (1987), Be in Two Minds (1988), produziert vom Dissidenten-Schlagwerker Marlon Klein, und Hotel Babo (1990) wurde sie 1994 mit ihrem Titel Agolo (Platz 57 in Deutschland) international bekannt. Ihr Album Djin Djin (2007), auf dem unter anderem Joss Stone, Alicia Keys und Peter Gabriel als Gastsänger mitwirkten, wurde von Tony Visconti produziert. Zu ihren prägendsten musikalischen Einflüssen gehören u. a. Jimi Hendrix und Miriam Makeba.
Am 25. Juli 2002 wurde sie zur internationalen UNICEF-Botschafterin ernannt. Seit mehreren Jahren ist sie Global Campaigner bei der Entwicklungshilfeorganisation «Oxfam», bei deren Kampagnen Make Trade Fair und Control Arms sie besonders aktiv war. Kidjo ist zudem Mitgründerin der «Batonga Foundation», die benachteiligte Mädchen und Frauen in Benin unterstützt. Im Jahr 2004 begann sie als Hommage an Nina Simone mit Lizz Wright und Dianne Reeves das Projekt Sing the Truth. Inzwischen wurde Dianne Reeves von Cécile McLorin Salvant ersetzt. Unter der künstlerischen Leitung der Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington widmen sich die Musikerinnen dem Werk engagierter Frauen wie Odetta, Billie Holiday, Miriam Makeba und anderen.
2014 war sie an dem britischen Benefiz-Projekt Band Aid 30 beteiligt, dann an Les Amazones d’Afrique. Auf ihrem Album Celia (2019) beschäftigt sie sich mit der Musik von Celia Cruz. Im Jahr 2021 wurde eine Version des Liedes Biko von Peter Gabriel von dem Multimedia-Musikprojekt Playing for Change aufgenommen und zu Ehren des «Black History Month» veröffentlicht, 40 Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Songs. Mehr als 25 Musikschaffende aus sieben Ländern wirkten an der Aufnahme mit, darunter Angélique Kidjo, der Cellist Yo-Yo Ma und die Bassistin Meshell Ndegeocello.
2026 erschien ihr Album «HOPE!!», für das unter anderem Pharrell Williams Stücke produzierte und an dem Ayra Starr, Quavo, Nile Rodgers und Diane Warren als Kollaborationspartnerinnen beteiligt waren.