Unesco Jazzday at Jazzcampus

Swiss Innovation – In Kooperation mit Jazzcampus Basel17.15 – 24 Uhr30 April 2018Tagespass CHF 26.—FESTIVAL 30 AprilTICKETS
TICKETS

17.15 Uhr Jazzcampus Winner Projekt Wettebewerb – Club 

18.00 Uhr Christoph Stiefel solo – Konzertsaal  

19.00 Uhr Hila Puntur – Performance Saal

20.00 Uhr Tobias Preisig solo Performance – Club

21.00 Uhr Roberto Negro solo piano (Paris) –  Saal

22.00 Uhr FOCUSYEAR BAND FY18 – Club

23.00 Uhr LOS BRUJOS DE SAN JUAN – Club 

Christoph Stiefel Solo Piano

 

«Sofienberg Spirits», das dritte Soloalbum des schweizerischen Pianisten Christoph Stiefel lässt sich ebenso in der Welt der Klassik verankern wie im Jazz, man kann es impressionistisch oder meditativ nennen, als über den Dingen stehend oder tief in ihrem Kern ruhend empfinden. In seinem Solospiel ist Stiefel ganz bei sich, und doch wirkt es, als würde er mit sich selbst als Band verhandeln. Komplexität im Ansatz verwandelt sich bei Stiefel in Einfachheit in der Umsetzung, physische Wucht begegnet auf sehr individuelle Weise transzendenter Poesie. Die Tradition, auf der Stiefel seine Kompositionstechnik aufbaut, nennt sich Isorhythmie und stammt aus dem Spätmittelalter bzw. der Musik der Renaissance. Der Pianist selbst trifft den Nagel auf den Kopf, indem er bei dieser Überlagerung von rhythmischen und melodischen Elementen von einer Illusion von Polyrhythmik spricht. Seine Stücke ähneln antiken Torsi, die ihre strukturelle Poesie gerade aus dem Moment der Reduktion empfangen. Seine Kompositionen werden von spontanen Improvisationen kontrastiert, die zwar derselben ästhetischen Haltung entspringen, aber situativ komplett anders gepolt sind. Die Leichtigkeit dieser Stücke triggert wiederum den Fluss der komponierten Tracks.

 

 

Anna Hirsch «Hila Puntur»

 

Anna Hirsch (vocals)

Stephan Plecher (p, syn)

Fabian Willmann (ts)

Garðar Edvaldsson (ts)

Michael Anklin (elec)

Victor Rossé (b) und Michael Heidepriem (dr)

 

Die Musik der Vokalistin Anna Hirschs verbindet durchkomponierte Stücke mit freier Improvisation, Elektronik und akustisch feinen Momenten. Die Songs, teils in New York entstanden und zusammen mit Guillermo Klein und Hans Feigenwinter für die Band perfektioniert, bewegen sich im weiten Feld zwischen Jazz, Indie, Avantgarde-Pop und freier Improvisation und sind durchwoben von rhythmischen Verschachtelungen, Klangflächen, symmetrischen und asymmetrischen Harmonien, ausgeklügelten Strukturen und simplen Songs.

 

 

Tobias Preisig Solo Violin

 

Preisig wurde mit 17 Jahren als erster Geiger an der Swiss Jazz School in Bern aufgenommen. Er trat mit dem Swiss Youth Jazz Orchestra auf, bevor er sein Musikstudium an der New School in New York fortsetzte. Nach einer Europatournee mit dem European Youth Jazz Orchestra 2003 absolvierte er 2004 bis 2007 ein Studium der Klassischen Violine an der Zürcher Hochschule der Künste. Darauf folgten Auftritte und Zusammenarbeiten u.a. mit George Gruntz, Luciano Biondini, Thomas Demenga, Daniel Schnyder sowie Konzerte am Montreux Jazz Festival (2008) und am Jazz Festival Willisau. Bis 2012 war er Mitglied des Kaleidoscope String Quartet, mit dem er im selben Jahr den ZKB Jazzpreis errang; auch gehörte er zu Albin Bruns Alpin Ensemble. Er erhielt 2005 für ein Soloprojekt den Kulturförderungspreis des Kantons Appenzell sowie 2011 das Werkjahr der Stadt Zürich. 2013 wurde das Tobias Preisig Quartett mit der «High Priority Jazz Promotion» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia bedacht. 2015 erhielt er vom Popkredit der Stadt Zürich einen sechsmonatigen Atelieraufenthalt in Berlin. Wir dürfen gespannt sein auf sein neues Soloprogramm, das er am 30.4. erstmals in Basel vorstellt!

 

 

Roberto Negro Solo Piano /Paris

 

Der klassisch geschulte, avantgardistische Pianist Roberto Negro, der eigentlich aus Turin stammt, seit Jahren aber in Paris lebt und arbeitet, hat das Basler Publikum in der Martinskirche zusammen mit dem Saxofonisten Emile Parisien verzückt … ein sensationeller, virtuoser, expressiver Auftritt mit Standing Ovations am Schluss. Jetzt kommt der grosse Pianist mit seinem Soloprogramm erstmals nach Basel. Don’t miss it!

 

 

Focusyear Band FY18

 

Yumi Ito (voc)

Sergio Wagner (tp)

Enrique Oliver (ts)

Paco Andreo (tb)

Szymon Mika (g)

Olga Konkova (p)

Danny Ziemann (b)

Marton Juhasz (dr)

 

Seit letztem Herbst arbeiten sechs Musiker und zwei Musikerinnen aus den USA, Argentinien, Spanien, Frankreich, Polen, Norwegen, Ungarn und der Schweiz ein Jahr lang gemeinsam als Focusyear Band FY18 im Jazzcampus. Das in Europa erst- und einmalige Projekt wird künstlerisch von Wolfgang Muthspiel, organisatorisch von Sarah Chaksad geleitet. Die Bandmitglieder wurden von einer internationalen Jury nach Auditions ausgewählt und werden jede zweite Woche abwechselnd von Koryphäen wie Steve Swallow, Guillermo Klein, Kurt Rosenwinkel, Django Bates, Jeff Ballard, Larry Grenadier, Mark Turner, Gwilym Simcock, Theo Bleckmann, Joshua Redman, Dave Holland, Wolfgang Muthspiel oder Avishai Cohen gecoacht.Die FY18 Band erarbeitet mehrere Programme, die regelmässig im Jazzcampus Club präsentiert und im professionellen Studio aufgenommen werden. Zudem ist am Ende des Stipendiums eine Club- und Festivaltournee vorgesehen.

 

 

Daniel Somaroo «Los Brujos de San Juan»

 

Daniel Somaroo (bass)

Vernau Mier (as)

Enrique Oliver (ts)

David Cogliatti (p)

Josep Cordobés (dr)

Alberto Garcia Navarro (perc)

 

Dynamisch und authentisch kombiniert das international zusammengesetzte Kollektiv «Los Brujos de San Juan» um den 23-jährigen Bassisten Daniel Somaroo konventionelle Jazzformen mit der reichen Tradition venezolanischer Volksmusik und ihren mitreissenden Rhythmen. Zusammen mit Vernau Mier, Enrique Oliver, David Cogliatti, Josep Cordobés und Alberto Garcia Navarro werden Salsa-Originale mit freier Improvisation, Latin Jazz und Flamenco verschmolzen. Die jungen Musiker kreieren eine einmalige, vibrierende Atmosphäre, die das Publikum in den Bann zieht.