Swiss Jazzfestival –
Lucia Cadotsch uam.

Jazz-Matinée11.30 – 14 Uhr | Jazzcampus Basel01 Mai 2018FESTIVAL 01 Mai

11.30 Uhr Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb SJMW Jazz&Pop

                 2018: Winner-Band Pop

 

Anschliessend: Lucia Cadotsch – «Speak Low»

Lucia Cadotsch (Gesang)

Otis Sandsjö (Tenorsaxophon)Petter Eldh (Kontrabass)

Die für den ECHO Jazz 2017 ausgezeichnete Sängerin Lucia Cadotsch hat sich mit dem Album SPEAK LOW einen langjähringen Wunsch erfüllt: Gemeinsam mit den Meistern des Retrofuturismus Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon singt sie eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2017 tragen. In drei Tagen mit drei Instrumenten direkt auf Band gespielt. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain!

«We re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we’re standing and what is left, is what we use.» So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern.

Das Album «Speak Low» bedeutet für Lucia Cadotsch den internationalen Durchbruch im Jahr 2016. Die Reaktionen der Presse sind euphorisch: maximale Punktzahl im englischen Guardian, maximale Punktzahl im renommierten Downbeat Magazine (US) und 2017 der ECHO Jazz als Sängerin des Jahres. Die Kritiken überschlagen sich, die ZEIT attestiert ihr die «Wiederbelebung des Jazz-Gesangs», der Guardian lobt eine Stimme mit der «Klarheit einer klassischen Sängerin und der Einfachheit einer Folk-Sängerin». Es folgen Festivalauftritte beim Jazzfest Berlin, Vortex London, Moods Zürich und vielen anderen. 2018 wird das Trio beim New Yorker Winterjazz Festival auftreten.

Wenn Lucia Cadotsch erzählt, fällt ein Wort besonders häufig: Suchen. Lange Jahre hat sie nach den richtigen Musikern, und noch länger nach dem richtigen Sound gespürt. «Nina Simone und Billie Holiday, ihre Art Songs zu interpretieren und zeitlos zu halten, haben mich dazu gebracht, diese Platte zu machen», sagt Lucia. Dass ihre Wahl auf den Kontrabassisten Petter Eldh und den Tenorsaxophonisten Otis Sandsjö fiel, war ein grosser Glücksfall. Mit Petter Eldh hatte sie bereits bei Schneeweiss+Rosenrot zusammengespielt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten im Jazz-Game. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 150 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei sich durch sein aussergewöhnliches Spiel einen grossen Namen in der Szene zu machen.

Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich.

CD-Tipp

Lucia Cadotsch «Speak Low», Enja/Yellowbird Records 2016

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