Kappeler/Zumthor; Ida Sand Duets

The Art of Duo20 Uhr | Dorfkirche Riehen13 Mai 2020FESTIVAL 13 MaiTICKETS
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Vera Kappeler & Conradin Zumthor

 

Vera Kappeler (piano)

Conradin Zumthor (percussion)

 

Man kennt die Beiden aus verschiedenen Bands und Projekten, aber was sie zusammen auf der Bühne anrichten, ist so anders wie aussergewöhnlich. «Eigene Songs, Balladen, Melancholie, einfaches, eigenartiges Zeux, vier Viertel, Rummelplatz, Präriegeist, Herz», lautete 2011 ein Selbstbeschrieb in einem SMS. Eine Musik wie aus schwerer Dunkelheit geformt; getragene, hymnenartige Gebilde in geträumter Zeitlupe, die von rasselnden Eisenketten am Grund gehalten werden. Eine Poesie herrscht hier wie zu alter Sagenzeit. Gelegentlich können Kappeler und Zumthor zum Tanz oder zu schiefen Spässen aufgelegt sein, doch alsbald wird wieder mit ruhigem Ernst zu Werke gegangen, um die klanglichen Überschneidungen der beiden Schlaginstrumente konzentriert auszuloten. Die Pianistin und Harmoniumspielerin Vera Kappeler, geboren 1974 in Basel, entzieht sich jeglicher Schubladisierung. Ihre Musik reicht von schrägen Klangexperimenten bis zu Chansons von Paul Burkhard, vom Spiel mit alten Volksliedern bis zu Musik für Theater oder bildende Künstler. In all ihren Produktionen, etwa den Soloprogrammen Grossmutters Flügel, ihrem Duo mit dem Schlagzeuger Conradin Zumthor (Babylon-Suite, bei ECM erschienen) oder Zusammenarbeiten wie mit Marianne Racine (Tulaisia) zeigt sich Vera Kappelers unbändige Kreativität.

 

 

Ida Sand & Magnus Lindgren («From Stockholm to Stevie»)

 

Ida Sand (voc/piano)

Magnus Lindgren (sax/flute)

 

Erdig-markant, gospel-durchdrungen, blues und soul-durchtränkt: Ida Sand ist vielleicht die schwärzeste Stimme Skandinaviens. Magnus Lindgren, Aushängeschild der Jazzszene Stockholms und bekannt als langjähriges Mitglied der Nils Landgren Funk Unit, ist nicht nur ein begnadeter Saxophonist, sondern vermutlich der beste Jazz-Flötist, den Europa derzeit zu bieten hat. Gemeinsam widmen sie sich der Musik ihrer skandinavischen Heimat und der von Funk, Soul, Blues und Gospel inspirierten «Sweet Soul Music», die in den 1960er Jahren neben Paris und Kopenhagen gerade auch in Stockholm ihre Blütezeit erlebte – Eigenkompositionen meets Nina Simone meets Donald Covay meets Stevie Wonder, durchsetzt mit schwedischer Coolness.Ida Sands Vater war ein bekannter Opernsänger, der 30 Jahre lang an der Stockholmer Königlichen Oper engagiert war, ihre Mutter Kirchenmusikerin. Mit acht Jahren begann sie mit dem Cellospiel, spielte dann Klavier und ging mit 16 Jahren auf das Stockholmer Musikgymnasium, zwei Jahre später an die Musikhochschule von Göteborg, wo sie auch in der Jazzszene, in Nachtclubs, Pianobars und Soulclubs auftrat. Nach ihrer Entdeckung durch Nils Landgren arbeitete sie als freischaffende Sängerin und Pianistin u. a. mit Eric Gadd, Bo Kaspers, Jerry Williams, Uno Svenningsson und Jennifer Brown. 2007 legte sie bei ACT ihr Debütalbum «Meet Me Around Midnight» vor, auf dem sie Musiker wie Lars Danielsson und Jan Lundgren begleiteten; bisher folgten zwei weitere Alben unter eigenem Namen. Weiterhin war sie an Nils Landgrens Alben «Licence to Funk» (2007) sowie «Christmas with My Friends» beteiligt.