Dhafer Youssef New Group
feat. Mark Giuliana

Oriental Night20.15 Uhr | Volkshaus Basel22 November 2017CHF 59.— | 43.— | 29.— SERIES 201722 NovemberTICKETS
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Der aus Tunesien stammende Musiker Dhafer Youssef nutzt die verbindende Kraft des Jazz: Auf seinem Album «Diwan of Beauty and Odd» versöhnt er die sehr unterschiedlichen Musiktraditionen des Orient und des Okzident tatsächlich miteinander. Die Art seines Gesangs, die Phrasierung der Musik, die Führung der Melodie – all dies erinnert an die arabische Musik seiner Kindheit. Damals lernte er auch die Oud, die arabische Laute zu lieben und zu spielen.

Dhafer Youssef hat auf dem Musik-Konservatorium in Tunis studiert, doch das Studium war ihm zu traditionell. So beschloss er mit 19 Jahren, nach Wien zu ziehen, um dort die Kultur des Abendlandes zu entdecken. Inzwischen lebt er in Paris und hat jetzt mit «Diwan of Beauty and Odd» seine siebte eigene CD vorgelegt. Seinen Gesang sowie die Oud-Parts hat Dhafer Youssef bereits in Göteborg vorproduziert, um sie dann zusammen mit dem von ihm hoch geschätzten Pianisten Aaron Parks, dem Bassisten Ben Williams und dem Schlagzeuger Mark Guiliana im Studio in New York einzuspielen.

Dhafer Youssef möchte mit seiner Musik ganz prinzipiell Schönheit und Verrücktheit feiern: «Alle Titel von 'Beauty und Odd' haben miteinander zu tun, denn im Leben sind wir immer konfrontiert mit: Das Schlimme ist schlimm und das Gute ist gut, wobei, wie weisst du, ob es schlimm ist, wenn du nicht das Gute, das Schöne weisst, um die Hässlichkeit zu wissen. Das ist das Thema aller Stücke für mich.» Es geht aber nicht nur um Schönes und Hässliches. Der englische Begriff «Odd» im Titel bedeutet auf die Musik bezogen auch schräge Rhythmen und Takte. Dhafer Youssef besingt in seinen Stücken auch das Fliegen. Drei Titel des Albums sind dem Fliegen gewidmet und das ist kein Zufall, denn der Musiker vergleicht sich gerne mit einem Zugvogel, der ständig zwischen Europa und Afrika hin und her pendelt.

CD-Tipp

Dhafer Youssef New Quintet – «Diwan of Beauty and Odd», 2016, Okeh-Records